Weltkindertag, verstrich sang- und klanglos !

Die 40 Millionen Kinder, die derzeit weltweit auf der Flucht sind, oder die 600.000 Kinder, die im Jemen an der Cholera erkrankt sind, werden sich als Erwachsene wohl kaum an ein Versprechen der „Seligkeit“ in ihrer Kindheit erinnern – wenn sie überhaupt bis dahin überleben. Sie werden ermordet, verstümmelt, entführt, vergewaltigt, als Organspender und billige Arbeitskräfte missbraucht – und die Welt schaut zu.

UNICEF: 400.000 Kinder im Jemen lebensbedrohlich unterernährt. Das Leid ist »vollständig von Menschen gemacht«

Ebenso die Menschenrechte, die überall auf der Welt bitter nötig sind.

CumEx

Correctiv hatte aufgedeckt, dass Banker, Aktienhändler und Steuerberater europäische Staaten wohl um mehr als 55 Milliarden Euro erleichtert haben. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Correctiv-Journalist Oliver Schröm – wegen Anstiftung zum Verrat von Geschäftsgeheimnissen.

Anmerkung: Jeglicher Kommentar ist überflüssig. Vermutlich haben die Strafverfolgungsbehörden den Verstand verloren.

Für Reiche ist die Lage erschreckend

Anhaltende Proteste quer durch Frankreich, ein großer Auftritt von Matteo Salvini in Rom und die Brexit-Abstimmung in London – Anlass genug für viele wirklich Reiche, sich zu schrecken.

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BNS = Blick nach Spanien

Nach dem Einzug der ultrarechten Partei »Vox« ins Parlament von Andalusien haben Tausende Bürger in der Region am Montag Abend gegen Rassismus und Faschismus protestiert. Die größte Kundgebung fand nach Angaben des spanischen Fernsehens in Sevilla statt, aber auch in anderen andalusischen Städten seien Menschen auf die Straße gegangen, etwa in Málaga (Foto). Die Demonstranten skandierten Losungen wie »Andalusien ist kein Ort für Faschismus!« und »Es lebe der Kampf der Arbeiterklasse!« Gut so! Es müssen mehr werden! Nieder mit den Franquisten! Que viva España, que viva democracia!

Gilets jaunes

Ganz Gallien wird von den Protesten der »Gilets jaunes« erfasst. Ganz Gallien? Ja, ganz Gallien. Kein Macron-treues Dorf in Aremorica oder sonstwo. Dorlisheim im Elsass: 80 Gelbwestler wechseln sich täglich in einem Protestcamp am Straßenrand ab. Baptiste ist Lkw-Fahrer und hält seit dem 17. November die Stellung. Das Geld ist zur Monatsmitte aufgebraucht, sagt er. »Wir haben die Nase voll.« Zusammen blockieren sie Transportlager und Lkw-Lieferungen, tragen Lebensmittelspenden zusammen, die an Obdachlose verteilt werden, solidarisieren sich mit einer Demonstration von Landwirten im Nachbardorf. »Solange sie nicht aufgeben, geben auch wir nicht auf.« Arte begleitet die Gilets jaunes eine Woche lang an verschiedenen Orten. Hin und wieder, zugegeben nicht sehr oft, lässt sich Erfreuliches und Erbauliches bestaunen. Und wenn Macron am Ende nicht mehr im Élysée residierte, wäre das mit Sicherheit kein Grund zur Trauer.

Murks aus Brüssel – Schlafverbot für LKW-Fahrer in ihren Kojen.

Dass das Glühbirnenverbot geholfen hat, giftiges Quecksilber, das man sonst nicht loswerden konnte, mit Gewinn über alle Müllhalden Europas zu verteilen, bevor endlich die LED-Leuchten auf den Markt kommen durften, das war zumindest auf der rein technokratischen Ebene noch einzusehen. „Murks aus Brüssel – Schlafverbot für LKW-Fahrer in ihren Kojen.“ weiterlesen

Gelbwesten-Bewegung in Frankreich

Wie kann es sein, dass die Linke in Deutschland so viel langsamer (re-)agiert als die extreme Rechte, wenn es um potentiell über das kapitalistische System hinausweisende Themen geht? „Gelbwesten-Bewegung in Frankreich“ weiterlesen