EU läuft wie geschmiert

Mehrere europäische Staaten, genauer Frankreich, Italien, Portugel und Spanien, verweigerten dem Präsidenten von Bolivien, Evo Morales, den Flug durch ihren Luftraum? Wegen einer Vermutung? Das kann man kaum glauben.

Nachdem er die Bedingung für Asyl in Rußland abgelehnt hat  („unseren amerikanischen Partnern nicht weiter schaden“, Präsident Putin), hat Edward Snowden in anderen Ländern um Asyl angefragt, darunter auch in Deutschland. Wer auf diese Schnapsidee gekommen ist, frage ich mich wirklich. Asyl in Merkeldeutschland! Da hätte er direkt nach Washington fliegen können, das wäre bequemer gewesen. Snowden ist weder Moslem noch unfähig zu Arbeit und Ausbildung, also fallen schon die beiden wichtigsten Asylgründe weg. Außerdem wird er von der Hauptsieger-, Besatzungs- und Kolonialmacht USA gesucht, da kann er doch nicht in einem Land ohne jegliche Souveränität unterschlüpfen. Schon gar nicht bei einer Bundeskanzlerin, die schneller strammsteht und Jawoll! sagt, als der oberste Kriegsherr seine Befehle aussprechen kann.

Es gibt Dinge, die sind ganz einfach unglaublich. Dazu gehört der Vorfall, der sich heute Nacht im Luftraum über Europa abgespielt hat.

Wenn vier europäische Staaten, auf bloßen Wink aus Washington hin, die diplomatische Immunität von Staatsoberhäuptern mit Füßen treten, ist dies ein ernstes Alarmzeichen so Jens Berger.

Die österreichischen Behörden haben sich vergewissert, dass sich an Bord des Flugzeugs des bolivischen Präsidenten Evo Morales keine fremden Passagiere aufhalten. Das teilte der Vizekanzler Österreichs Michael Spindelegger mit.

„Im Laufe einer freiwilligen Durchsuchung haben sich die Vertreter der zuständigen Dienste vergewissert, dass an Bord des Flugzeugs bis auf bolivische Bürger niemand ist“, sagte der Vizekanzler. „Wir haben festgestellt, dass er nicht an Bord ist“,

sprach Spindelegger weiter, womit er Edward Snowden meinte. Er präzisierte auch, es sei ein Vorschlag der bolivischen Behörden gewesen, das Flugzeug zu durchsuchen.

Der bolivianische UN-Botschafter in Genf, Angelica Navarro Llanos, hat die Durchsuchung des Flugzeuges des bolivischen Präsidenten Evo Morales als Aggression und Verstoß gegen die internationale Gesetzgebung bezeichnet.

Sowohl Österreichs Bundespräsident Heinz Fischer als auch Außenminister Michael Spindelegger statteten Morales diplomatische Besuche in Schwechat ab. Gegen Mittag war klar, dass die Präsidentenmaschine ihren Flug über die Kanarischen Inseln Richtung La Paz fortsetzen könne. Evo Morales übte vor seinem Abflug noch scharfe Kritik an den Ländern, die ihm die Überfluggenehmigung verweigert hatten. Die für seine Festhaltung in Wien verantwortlichen Länder hätten einen „historischen Fehler“ begangen. Spanien hatte zuletzt eingelenkt, nachdem zuvor bereits Italien, Frankreich und Portugal der Maschine wieder gestattet hatten, ihren Luftraum zu benutzen.

Meiner Meinung nach wäre es ein tolles Zeichen des Widerstands gewesen, wenn der Fischer die ganze Nacht mit ihm durchgehalten hätte und die Behörden an einer Dursuchung gehindert hätte.

Inzwischen wurde bekannt, dass der südamerikanische Staatenbund UNASUR in einer Sondersitzung Stellung zum Überflugverbot der Maschine des bolivianischen Präsidenten nehmen will. Ecuadors Staatschef Rafael Correa und seine argentinische Kollegin Cristina Fernandez de Kirchner forderten am Dienstagabend (Ortszeit) die Einberufung einer außerordentlichen Sitzung der UNASUR, um gegen das Überflugverbot des bolivianischen Präsidentenflugzeugs über mehrere europäische Staaten Protest einzulegen.

Welch eine unglaubliche Schmierenkomödie – man stelle sich nur vor, die Chinesen holen die Air Force One runter und lassen Ohrbama für ein paar Stunden in der Lounge sitzen lassen, ohne daß der Sercret Service vorher die Zugänge versiegeln konnte, die Sitze auf Stinkbomben und den Kaffee auf die richtige Temperatur überprüfen konnte …

Auch im Kabinett des ecuadorianischen Botschafters in London ist ein Abhörgerät entdeckt worden. Die Wanze wurde vor zwei Wochen aufgefunden, aber diese Tatsache wurde geheim gehalten, damit sie die Ermittlung nicht behindert.

Der ecuadorianische Außenminister Ricardo Patiño weigerte sich, Vermutungen darüber anzustellen, wer das Gerät installieren haben könnte, versicherte aber, dass seine Besitzer gefunden werden.

Er fügte auch hinzu, dass diese Tatsache ein weiterer Beweis für den Verlust der Ethik in den gegenseitigen Beziehungen auf internationaler Ebene sei. „Wir werden von allen Seiten belauscht“, so Patiño.

Eigentlich sollte man mal die Sitzungsprotokolle der Bilderberg Meetings verlangen.

Wäre das nicht schon eine abgekartete Sache zwischen der EU und den USA, so hätte die EU Amerika vor der UN anklagen müssen und Snowden als Kronzeugen in der Hinterhand gehabt. Da die EU aber garnichts tut, zeigt dann doch deutlich, das alle öffentlichen Proteste von Politikern nur der Beruhigung des Volkes dienen soll, denn sie stecken alle unter einer Decke.

Auch ist es „schön zu sehen, wie einig sich die europäischen Länder mit den USA sind, wenn es darum geht, einen Whisleblower zu jagen, der ihnen gerade offenbart hat, in welcher Form ihre Regierungen und ihre Bürger vom transatlantischen Freund ausgespäht werden.“  Im Fall Snowden müsste Europa eigentlich alles tun, um ihn zu schützen, weil ganz Europa ja theoretisch Opfer der Spähaktionen der NSA ist (auch zum Nachteil der europäischen Wirtschaft).

Hier zeigt sich abermals, welche US-Marionetten Staaten diese europäischen Staaten sind. Wenn 90 Prozent der Menschen in der europäischen Union für Snowden eine Lanze brechen und zu ihm stehen, die Mainstreammedien aber nur zu 5 Prozent, dann stimmt hier in der EU etwas eklatant nicht. Vielleicht war es auch abgesprochen und wir EU-Bürger sollten beeinflusst werden.

Die nun gezeigte Reaktion einiger EU-Staaten beweist, dass in Europa Demokratie eine reine Floskel ist und man nicht empört über die Bespitzelung durch die NSA ist, sondern im Gegenteil empört darüber, dass es jemand wagt, das an die Öffentlichkeit zu bringen.

Amerika würde ich im Kampf gegen den Terror raten, bei den eigenen Institutionen anzufangen, zuvorderst bei der NSA und der CIA (dort findet man auch die Quelle des Terrors), aber auch in der Wallstreet, weil dort die eigentlich Regierenden sitzen.

Vielleicht war es auch abgesprochen und wir EU-Bürger sollten beeinflusst werden und das Deutschland kein souveräner Staat ist, belegt Albrecht Müller eindeutig.

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