Gewerkschaft ver.di

Neues von der Gewerkschaft ver.di. Ver.di plant eine Umstrukturierung ab 2019 bis 2023 – jedoch so wird das nichts – Wieder nix! Mehr zum Projekt „Perspektive: ver.di wächst!“
 
Der Bundesvorstand hat am 23. Juni 2017 ein Positionspapier zur Zukunft der Fachbereiche beschlossen. Das Zielbild wird wie folgt definiert: „Wir wollen uns für die bereits begonnenen und zukünftig noch bevorstehenden Branchenentwicklungen und Umwälzungen vieler Branchen insbesondere durch die Digitalisierung zukunftsgerecht aufstellen.
 
16 Jahre nach der ver.di Gründung wird nun eine Neuaufstellung der Fachbereiche vorgeschlagen. Gab es irgendwann und irgendwo eine Diskussion über die Arbeit in den jeweiligen Fachbereichen, geschweige denn über deren Sinnhaftigkeit?
 
Bezogen auf die ver.di Umstrukturierung muss sich demzufolge der Sekretär/die Sekretärin innerhalb von Minuten auf sein/ihr „Klientel“ (Entsorgungsbetrieb oder Bank) einstellen, die Stimmungslage treffen, ein interessantes gewerkschaftliches Thema mit Ernst und Humor transportieren, möglicherweise noch einen Disput mit dem Geschäftsführer/Vorstand austragen, um am Ende für die Gewerkschaft werben zu können. Nur wenn er/sie das erfolgreich gestaltet, werden neue Mitglieder geworben. Wenn sich aber die Sekretäre und -innen in Betriebsversammlungen nur auf den Appell „… wir brauchen Mitglieder …“ beschränken, dann ist das zu wenig und wird nicht zum Erfolg führen.
 
Gewerkschaftspolitische Themen gibt es viele, aber greift ver.di diese auf?
 
Beispiel Hartz IV Sanktionen gegen Leistungsbezieher. DGB und ver.di halten sich da vor der Bundestagswahl bedeckt, in der Hoffnung, es gäbe danach eine andere Handlungsoption.
 
Beispiel Transfergesellschaften bei Betriebsschließungen. Nur weil der Insolvenzverwalter bei Praktiker/Max Bahr auf die Einrichtung einer Transfergesellschaft für die 15.000 Beschäftigte gedrungen hat, hat ver.di dies zur Kenntnis genommen. Dort, wo Transfergesellschaften im Einklang mit betrieblichen Gremien verhindert werden können (siehe Betriebsschließungen real,-) geschieht das auch.
 
Beispiel Tarifvertrag Volksbanken. Seit 8 Jahren für den Manteltarifvertrag und seit 4 Jahren für den Gehaltstarifvertrag gibt es keinen Abschluss mit ver.di. Interessiert das jemand?
 
Beispiel künstlerisches Personal in Schauspielhäusern. Kommt ein neuer Intendant und ändert die „Tendenz“ (Tendenzbetrieb), wird das künstlerische Personal willkürlich zum „Abschuss“ freigegeben. Position von ver.di?
 
Die Themen sind unerschöpflich, aber bei vielen langt es noch nicht einmal für eine „Luftblase“. Ver.di ist ein „Kunstprodukt“ ohne gewachsene Kultur. Wer früher in die IG Druck und Papier (danach IG Medien, danach ver.di) eintrat, wusste, was ihn erwartet. Mit einer 150 jährigen Kultur dar f man bei einem Kongress auch schon mal „Völker hört die Signale“ singen und der Drucker an der Walze wusste, was der „Interessengegensatz zwischen Kapital und Arbeit“ ist. Auch die kleine, immer etwas „Großmäulig“ auftretende hbv hat Arbeitsbrigaden zum Wiederaufbau nach Nicaragua geschickt und auch schon mal die „Verstaatlichung“ aller Banken propagiert. Aus, vergessen, vorbei.
 
Wer schon etwas älter ist kennt noch eine Fernsehserie, die immer wie folgt begann: „Logbuch der Enterprise auf ihrem Weg in unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2025. Der ehemalige strahlende Stern ver.di im Sternbild der Galaxie derEinzelgewerkschaften ist nach einer heftigen Eruption zu einem schwarzen Zwerg zusammengeschmolzen und befindet sich auf direktem Kollisionskurs mit einem schwarzen Loch. Schwarze Löcher sind nach wie vor unerforscht, es ist jedoch davon auszugehen, dass diejenigen, die darin verschwinden nie wieder auftauchen. Soweit der Logbucheintrag.“
 
Fazit: Bei soviel negativer Energie saugt das schwarze Loch sie garantiert auf.

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