500 JAHRE REFORMATION Martin Luther

Ich wünsche allen evangelischen Christen ein Fröhliches Halloween. Ob Süßes oder Saures, ich wünsche allen Halloween Liebhabern heute Nacht jede Menge gruseligen Spaß! 

Über den anderen Herrn, der heute gefeiert wird, muss ich jedoch feststellen, dass er längst aus der evangelischen Kirche ausgestoßen worden wäre. Von seinem antisemitischen Gedankengut distanziert sich die Evangelische Kirche Deutschlands ganz entschieden, sie würde dieses am liebsten totschweigen. Heute hätte der abtrünnige Mönch keinen Unterstützer wie Friedrich den Weisen von Sachsen (Kurfürst von Sachsen, Förderer des Reformators Martin Luther). Friedrich würde heute als Aufrührer im Gefängnis landen. Vor allem, wenn man ihn weder durch Zeugnisse der Schrift noch durch klare Vernunftgründe überzeugen kann, dass der Holocaust stattgefunden hat. Da hilft ihm auch seine spätere Hofierung der Obrigkeit und seine Verdammung der Freiheitshelden der Bauernkriege wenig. Luther leugnete den freien Willen des Menschen, und in der Zeit, in der er lebte, hatten seine Zeitgenossen auch keine Glaubensfreiheit. Sie mussten katholisch sein oder ab dem 16. Jahrhundert evangelisch, wenn der jeweilige Landesfürst in Deutschland das unter Androhung der Todesstrafe so anordnete. Die Reformation hatte sich am Ablasshandel entzündet, einem Geschäftsmodell der Kirchenfürsten, um sich die Kassen für die eigene prunkvolle Hofhaltung zu füllen. Die Idee, zahle jetzt, sündige später, war einfach zu verlockend für jene, die es sich leisten konnten. Das Produkt Gott und Paradies, das nirgendwo greifbar war, gegen klingende Münze zu verkaufen, ist eine Strategie, die auch heute von einigen modernen Politikern wieder aufgenommen wurde. Da wird zwar kein neuer Petersdom errichtet, jedoch der luxuriöse Lebensstil finanziert.

Ob Luthers Lehre christlich ist, entscheidet ein Vergleich mit Christus, also ein Vergleich mit der Lehre und dem Leben des Jesus von Nazareth.
Die meisten Menschen, auch evangelisch Glaubende, wissen aber nur wenig von dem, was Luther gelehrt und wie er gelebt hat. Sein Antisemitismus bzw. Antijudaismus wird allmählich bekannter; ebenso seine Forderung im Jahr 1525, die Bauern im Bauernkrieg zu töten. Vielen unbekannt blieben bisher weitere Hinrichtungsaufrufe des „Reformators“, zum Beispiel gegen Menschen, die sich von den Amtskirchen lossagten, gegen als „Hexen“ verdächtigte Frauen oder gegen Kaufleute, die offenbar zu hohe Preise verlangten.
Auch haben viele nicht gewusst, dass dieses Vorgehen mit Luthers Glauben zusammenhängt.
Wesentliche Inhalte von Luthers Glauben sind in der 1525 erschienenen Schrift Vom geknechteten Willen (De servo arbitrio) enthalten, die Martin Luther in seiner Auseinandersetzung mit dem Gelehrten Erasmus von Rotterdam verfasst hat.

Wer schweigt, macht sich schuldig.

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