Der doppelte Kubicki

„Breaking News“ – früher auch „Sondermeldung“ genannt: Jamaika gescheitert – FDP bricht Sondierungen ab.

Die sicher in anderen Belangen (Digitalisierung, Aufrüstung, Sicherheit…) unglaublich tatkräftige Jamaica-Koalition hatte von sozialen Rücksichten weitgehend befreit aufgespielt.

FDP-Chef Christian Lindner hat seine Erwartungen an eine Regierungsbeteiligung klar gestellt, sollte das liberale Profil in der Koalition nicht klar erkennbar sein (Leichte FPÖ Tendenzen erkennbar).

Erleben wir jetzt ein gigantisches Farbenspiel in Berlin; ein Chamäleon wird vor Neid erblassen. Und natürlich wird es der „Wählerwille“ sein. Man wird Gemeinsamkeiten entdecken und die Farben werden sich vermischen – muss mal meinen Drucker fragen, was bei Gelb, Grün, Schwarz + Pechschwarz rauskommt, wahrscheinlich Aschgrau. Paßt dann zur aktuellen Gesichtsfarbe von Seehofer und Merkel.

Aber kommen wir mal zu Wolfgang Kubicki. Er liefert Beispiele genug, dass so einer nie Finanzminister werden darf, der das Ausplündern des Staates im Namen seines Mandanten rechtfertigt! Steuerausfälle durch Aktiendeals: Kubicki kritisiert „Gesinnungsstrafrecht, wie das Eigeninteresse Ansichten und Einsichten eines Menschen in ganz außerordentlichem Maße verändern bzw. bestimmen kann. Wir erleben in abgeschwächter Form bei uns selbst, was wir für einen Aufwand an Verstandesleistung betreiben, wenn wir uns z.B. bei einem Fehler herausreden wollen. Die Hoffnung, dass durch Argumente Fehler, Fehlmeinungen aufzeigt werden könnten, ist deshalb oft von vornherein zum Scheitern verurteilt, weil wir zu wenig berücksichtigen, dass Interessen im Spiel sind. Was haben wir uns nicht alles an zum Teil kunstvollen, kühnen Gedankenkonstruktionen bieten lassen müssen, wenn Arbeitgeber uns den Sinn von Lohnzurückhaltung oder wenn Reiche uns den Sinn niedriger Steuersätze klar machen wollten. Nicht zuletzt ist die Entlarvung von Meinungsmache nichts anderes als die Aufdeckung von Interessen.

 

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