Engagierte Sozialdemokraten an der Basis

Es gibt sie noch, viele engagierte Sozialdemokraten an der Basis, die sich ihren Frust von der Seele schreiben, wie z.B. der Genosse Paulsen:

Die SPD auf Harakiri-Kurs. Natürlich der Seeheimer-Kreis!
Wie immer kamen die ersten Vorschläge, nun doch über eine neue GROKO nachzudenken, von rechts in der SPD.
Der Punkt ist der, dass sich das nie ändern wird, weil es immer so war. Die SPD regeneriert sich in der Opposition über Links und regieren tun dann die Rechten in der Partei. Eine Art Arbeitsteilung zwischen Idealisten und Pragmatikern, welche die Partei von Legislatur zu Legislatur immer tiefer spaltet.
Der nächste Abstieg wäre bei einer GROKO zwar vorprogrammiert ( so um die 10% dürfte die nächste Zielmarke in vier Jahren liegen), aber es könnte ganz anders aussehen, wenn es der SPD dieses Mal gelingen würde, revolutionäre Elemente ihres Wahlprogramms gegen die Union durchzusetzen.

Die Bürgerversicherung z.B., die eine hohe gesellschaftliche Sympathie genießt.

Von den Grünen über die Linken, von Attac bis zu den Kirchen gibt es eine breite linke Zustimmung zu diesem Projekt.

Bei den Bürgern könnte auch ein Rentensystem für alle (Modell Österreich) ziemlich viel Glaubwürdigkeit erzeugen.

Also, an der Basis gibt es sicherlich noch viele engagierte Sozialdemokraten, aber sie haben anscheinend wenig Einfluss auf die Politik der SPD-Führung.

Eine Veränderung der Politik würde wohl vernehmlich eine Annäherung an die LINKE bedeuten. In der SPD scheint es aber eine Abgrenzungshysterie zur LINKEN zu geben. Wir sind halt das parteigewordene schlechte Gewissen der SPD, denn wir stehen für die Ziele, von denen die meisten SPD-Mitglieder und auch die Funktionäre wissen, dass das früher ihre Ziele waren. Deswegen sind die Diskussionen so absurd. Wenn die LINKE die Wiederherstellung des Sozialstaates, das Zurückdrängen schlecht bezahlter, unsicherer Jobs oder einen höheren Mindestlohn verlangt, sind das alles klassisch sozialdemokratische Forderungen, die die SPD einmal vertreten und in ihrem Programm hatte. Das wissen sowohl die Mitglieder, als auch die Funktionäre der SPD.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.