Mut und Verantwortung

Man kann es nicht oft genug wiederholen,

eine GroKo hatten wir schon zu häufig, sie sollte die Ausnahme bleiben. Eine Neuauflage wäre kein Experiment, sondern ein Abgesang der Volksparteien und eine große Chance für Populisten und smarte Blender. Zudem wäre mit einer Neuauflage die Erneuerung der Partei beendet. Es sollte der Basis der SPD viel daran liegen, dass sie nicht den Weg einiger sozialdemokratischer Parteien wie beispielsweise in den Niederlanden, Griechenland oder Frankreich gehen.

Wo ist der Mut nein zu sagen, sich personell, strukturell und inhaltlich zu erneuern? Wo die Verantwortung, einzugestehen, dass wir Bürger keine Pflaster und kleineren Korrekturen, sondern eine richtige Sozialwende brauchen? Wo die Erkenntnis der SPD, dass sie sich anlegen muss mit der Elite und es nicht hinnehmen darf, dass die reichsten 10 Prozent über 60 Prozent und die Hälfte der Bevölkerung nur etwa 2 Prozent des Privatvermögens besitzt? Diese 10 Prozent investieren ihr Vermögen ja kaum noch, sondern spekulieren damit oder parken es mit der SPD freundlichen Unterstützung auch noch in Steueroasen. Die Zeit der Umverteilung von unten und der Mitte nach oben muss vorbei sein. Das wäre mutig und verantwortungsvoll, – nicht das Fischen in der trüben Mitte, das erneute Folgen der Union.

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