Straße der Hoffnung

Straße der Hoffnung – Wohnviertel der Hoffnung

Wir dürfen es nicht zulassen, das die Eliten uns gegeneinander ausspielen. Wir wollen kein Exklusivabdruck aus „Requiem für den amerikanischen Traum“.  Solidarität ist ziemlich gefährlich. Aus Sicht der Herrschenden soll sich jeder nur um sich selbst kümmern, nicht um andere. Dabei haben gerade ihre Helden ganz anderes gefordert, beispielsweise Adam Smith, dessen gesamte Untersuchungen zur Wirtschaft auf der Prämisse beruhen, dass Mitgefühl ein fundamentaler menschlicher Zug ist. Aber dieser Gedanke muss den Menschen ausgetrieben werden. Verlasse dich nur auf dich selbst und folge der Maxime »Was gehen mich die anderen an«, die für die Reichen und Mächtigen ganz in Ordnung ist, für alle Übrigen hingegen verheerend. Es wurde keine Mühe gescheut, dies den Menschen einzuhämmern.

Die Folgen sieht man in der derzeitigen Politik, beispielsweise im Angriff auf das Rentensystem. Es ist viel von dessen Krise die Rede, aber diese Krise existiert gar nicht. Das Rentensystem steht ziemlich gut da – so gut wie eh und je. Es ist ein sehr effektives Programm und verursacht so gut wie keine Verwaltungskosten.

Sollte es in ein paar Jahrzehnten tatsächlich in eine Krise geraten, dürfte es nicht schwierig sein, sie zu bewältigen. Aber die politische Debatte hat sich völlig darauf eingeschossen, weil die Herrschenden die Rentenversicherung nicht wollen – sie haben sie immer verabscheut, denn sie kommt der Allgemeinheit zugute. Tatsächlich hat der Hass auf sie jedoch einen anderen Grund.

Die Rentenversicherung beruht auf einem bestimmten Prinzip, nämlich dem der Solidarität, also der gegenseitigen Fürsorge aller. Rentenversicherung bedeutet: »Ich zahle Lohnsteuer, damit die Witwe am anderen Ende der Stadt etwas bekommt, von dem sie leben kann«. Der Großteil der Bevölkerung könnte ohne diese allgemeine Haltung nicht überleben.

Zerstören, um daran zu verdienen.

Die Superreichen und Vermögenden hingegen brauchen das nicht, deshalb gehen sie organisiert dagegen vor. Man kann das soziale Sicherungssystem zerstören, indem man ihm die finanziellen Mittel entzieht. Wie macht man ein System kaputt? Als Erstes dreht man den Geldhahn zu. Damit kann es seine Aufgabe nicht mehr erfüllen. Die Leute werden wütend und wollen schließlich etwas anderes. Das ist die Standardmethode, ein System zu privatisieren.

So etwas dürfen wir nicht zulassen, wir müssen uns dagegen wehren! Nur gemeinsam sind wir stark und erreichen mehr. Geben wir jeder Straße die Hoffnung auf ein lebenswertes miteinander wohnen und arbeiten.

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