Diese EU braucht kein Mensch

Wir alle wissen es. Der Mensch ist die Krone der Schöpfung! Wir wussten es nicht immer, aber spätestens mit dem Auftauchen der Religion haben wir diese Vorstellung gelernt und sie beflügelt uns.

Wenn ich dabei so an die gekrönten Häupter im Laufe der Geschichte denke, hat die Vorstellung, der Mensch sei die Krone der Schöpfung, durchaus seine Berechtigung, denn deren Blutspur zieht sich durch die gesamte bekannte Geschichte, eine Blutspur, aufgebaut auf teilweise sogar unbewusst genutzten Mitteln wie Terror, Gier, Machtmissbrauch und Unterdrückung. Unbewusst, weil die gekrönten Häupter zumeist aufgrund der erblichen Thronfolge im Bewusstsein absoluter Macht aufwuchsen und stets von einer Horde selbstsüchtiger und sich anbiedernder Schranzen umgeben waren, die dafür sorgten, dass die Befehlskette nach unten stufenweise als Kastensystem, als Adel bezeichnet, funktionierte und jede dieser Stufen streng darauf bedacht war, sich nach unten abzugrenzen und nach oben anzubiedern. Was Volk war, bekamen die Oberen allenfalls mal bei Paraden zu sehen, stets von den Bodyguards der Feudalzeit, den Garden komplett abgeschirmt. Und die Krone war seit jeher das Symbol ihrer Macht und Selbstherrlichkeit.

Jedoch der Mensch spielt bei dieser EU keine Rolle.

Dass Politik ein hoch angesehener Beruf ist, ist so weit verbreitet, dass man die mafiöse Struktur in diesem Berufsstand immer wieder übersieht. Jetzt verlautbart die Presse, was uns erwartet und ich war naiv genug, es nicht zu sehen.

Wie äußerte sich Juncker 1999? „Wir beschließen etwas. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“ – in „Die Brüsseler Republik“, Der Spiegel, 27. Dezember 1999

Ja, so funktioniert Politik wirklich, indem scheinbare Einzelaktionen bekannt gemacht werden, die jedoch in Wahrheit zu einem zusammenhängenden Plan gehören, den aber die Bevölkerungen nicht erkennen sollen und können, bevor die Einzelheiten dieses Puzzles zu einem Ganzen zusammengefügt wurden. Die Gründung des ESM war offenbar bereits Teil dieser langfristigen Planung, weshalb man ihn schon damals wie den IWF aufgebaut hat, mit eigener Gesetzgebung als völkerrechtliches Subjekt installierte, das nicht verklagt werden kann und allen Bediensteten Steuer- und Narrenfreiheit garantierte.

Die Horrorbilder, die auf die Produkte der Tabakindustrie aufgeklebt werden, sollte man gleichermaßen über den Parteiprogrammen der Parteien verpflichtend anbringen.

Die EU ist kein Friedensprojekt, sondern Teil eines Langzeitprojekts, in dem eine so genannte neue Weltordnung eingeführt werden kann, in welcher Konzerne das Sagen haben und Regierungen nur noch ausführende Funktionen in wenigen Bereichen haben. Bereits heute schon bestimmen die multinationalen Konzerne einen großen Teil der Politik, noch aus dem Hintergrund, aber wenn sie erst mal die Freihandelsabkommen durchgebracht haben, wird sich das ändern, denn dann haben Regierungen nur den Status von Operetten-Darstellern, die aufführen, was ihnen die Wirtschafts-Kapitäne ins Drehbuch geschrieben haben. Oder ist das schon heute der Fall? Ich fürchte: JA!

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