Hessenwahl

Die schwarz-grüne Koalition in Wiesbaden zittert um die Mehrheit. Die meisten Stimmen gab es für die CDU. Bei der ARD-Hochrechnung um 23 Uhr 27 waren es 26,9 Prozent. Aber die Union steckte auch die größte Schlappe ein: Sie verlor sagenhafte 11,4 Prozentpunkte gegenüber der Landtagswahl 2013. 

Etwa 18,2 % der WahlBERECHTIGTEN haben der CDU den Regierungsauftrag erteilt, aber 32,3 % haben sich der Stimme enthalten. Wenn Schwarz/Grün regieren haben Sie eine Zustimmung in der Bevölkerung von 31,7 % – also nicht einmal so viele Wahlberechtigte, wie auf die Stimmabgabe verzichtet haben Von welchem WÄHLERAUFTRAG verflucht noch mal war da gestern Abend die Rede????

Die SPD, verlor massenhaft Wähler. Sie kam laut der genannten Hochrechnung auf 20,1 Prozent und verlor damit 10,6 Prozentpunkte im Vergleich zur vorhergehenden Landtagswahl. Aber auch die SPD sieht nach dem Verlust keine Notwendigkeit ihre Politik zu ändern. Wenn die SPD wieder glaubwürdig werden will, muss sie weg von ihrer neoliberalen marktkonformen Politik. AGENDA 2010 sowie Hartz4 muss weg!!!

Es dauert eine gute Stunde, bis sich LINKEN-Parteichefin Katja Kipping in den sozialen Netzwerken zum Ausgang der Landtagswahl in Hessen äußerte. »Wir ziehen gestärkt in den Landtag ein«, kommentierte Kipping die aktuellen Hochrechnungen, wonach die LINKE etwa sechs Prozent der Wählerstimmen erreicht. In absoluten Zahlen hat die Linkspartei in Hessen im Vergleich zur Bundestagswahl im letzten Jahr 90.000 Stimmen – das ist ein ganzen Drittel – verloren. So langsam sollte sich der Parteivorstand doch mal die Frage stellen, warum die Linke nicht mehr als Alternative wahrgenommen wird. Ein Schönreden der Niederlage, wie es am gestrigen Abend vom Vorstand ja zur Genüge getan wurde, ist da eher kontraproduktiv.

Fazit: Bei der Hessen-Wahl gab es deutliche Verschiebungen der Stimmenanteile – weg von CDU und SPD und hin zu Grünen und der AfD.

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