Kampf nicht scheuen – Wohnkosten steigen

Es mag sein, dass sich Mieterbund und -vereine um Probleme bei falschen Nebenkostenabrechnungen oder Mietmängeln kümmern.

Aber das Problem der ständig steigenden Mieten nehmen sie nicht in Angriff. Warum auch, sind sie doch Mitinitiatoren und Befürworter der sogenannten Mietspiegel. Dahinter verbirgt sich aber nichts anderes als eine gesetzlich legitimierte Mietentreiberei. Denn nach den Paragraphen 558 ff BGB dürfen Vermieter die Mieten unter Beachtung der gültigen Mietspiegel und der Kappungsgrenzen regelmäßig erhöhen. Wir Mieter sind dagegen machtlos. (…) Dabei urteilte das Landgericht München: »Ist ein Mietvertrag abgeschlossen, können die vertraglichen Vereinbarungen später weder vom Mieter noch vom Vermieter einseitig gegen den Willen des anderen abgeändert werden.« (…) Warum kämpfen die Mietervereinigungen nicht für die Durchsetzung des Rechtes, dass eine vertraglich vereinbarte Miete nicht einseitig durch den Vermieter erhöht werden darf? (…) Nach meiner Meinung gibt es sehr viel zu tun, um den Miethaien das Handwerk zu vermiesen und endlich eine echte Mietenbremse zu erreichen. Mieterbund und -vereine sollen endlich aktiv werden im Interesse ihrer Millionen Vereinsmitglieder und sich nicht vor kämpferischen Auseinandersetzungen scheuen.

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