Mord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

Der Mord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht durch Freikorps vor 100 Jahren blieb ungesühnt, obgleich ihre Mörder namentlich bekannt waren.

Zehn Jahre nach der Tat kam heraus, dass ein inzwischen zum Reichsanwalt beim höchsten deutschen Gericht aufgestiegener früherer Ermittlungsrichter sie geschont und sich der Rechtsbeugung schuldig gemacht hatte. Auch ihm geschah nichts. Der Befehlsgeber für die gewaltsame Tötung, Hauptmann Waldemar Pabst, rühmte sich 1962 in einem großen deutschen Nachrichtenmagazin, dass er Luxemburg und Liebknecht habe »richten« lassen. Angeblich habe er sogar die indirekte Deckung des Volksbeauftragten für Heer und Marine, Gustav Noske (SPD), dafür gehabt. Pabst starb erst 1970 unbehelligt in Düsseldorf. In der Todesanzeige für ihn in einer überregionalen Zeitung wurde er unter Nennung seiner sämtlichen militärischen Titel und Orden als »ein im Krieg und Frieden ganz besonders verdienter Offizier« gefeiert.

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