EU tötet mit

Todesrate laut UN-Flüchtlingshilfswerk deutlich gestiegen.

Besonders bedrohlich ist nach wie vor die Lage auf der zentralen Mittelmeerroute von Libyen aus: Hier starben 1.100 Flüchtlinge. Auf 14 Überlebende, die es nach Europa geschafft haben, kommt ein Toter. Im Vorjahr war das Verhältnis noch 38 zu eins. Das Gros der Fluchtbewegungen hat sich indes gen Westen verlagert: In Spanien etwa kamen im vorigen Jahr 65.400 Flüchtlinge an, mehr als doppelt so viele wie 2017; in Italien nur noch 23.400, ein Fünftel der Zahl vom Vorjahr. Dementsprechend stieg auch die Zahl der Toten auf dieser Fluchtroute von 202 auf 777.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk fordert nicht nur, die Behinderungen der privaten Seenotretter einzustellen, sondern auch keine Zurückweisungen nach Libyen mehr geschehen zu lassen. Den Flüchtlingen drohten dort »alptraumhafte« Internierungen, Zwangsarbeit und Misshandlungen. Es stellt zudem fest, dass die Kombination aus reduzierten Rettungsaktivitäten der EU, der Behinderung privater Retter und dem Ausbau der Küstenwache dazu führe, dass Flüchtlinge »längere Zeit auf wackligen Schiffen« verbringen müssen, oft ohne Wasser und Lebensmittel.

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