Die verlorene Ehre des Clemens Tönnies.

Clemens Tönnies ist nicht nur Fußballfunktionär sondern seines Zeichens Aufsichtsratschef von Schalke 04. Mit einem geschätzten Vermögen von 1,42 Milliarden Euro ist er einer der reichsten Menschen der Welt. Sein Privatjet, eine knapp sechs Millionen Euro teure Cessna Citation 4, empört wegen ihres Lärms viele Anwohner des Bielefelder Flughafens. Und als Exporteur subventionierter Fleischprodukte ist er mitverantwortlich für den Überlebenskampf afrikanischer Landwirte…

Kein Wunder, dass er ganz Afrika verachtet. Das lässt die Selbstdarstellung des Unternehmens auf der Webseite fast zynisch klingen: „Unser Team Tönnies, das sich speziell auf die Aktivitäten am Weltmarkt konzentriert, kennt sich nicht nur mit den kulinarischen Gepflogenheiten der Kontinente aus.“
Tönnies’ Äußerung ist das Symptom eines moralischen Verfalls der Unternehmerkultur. Wie lange will man noch von „Eliten“ sprechen bei Wirtschaftsmächtigen, die den moralischen Maßstab für ihr Handeln verloren haben.

Typisch für das neoliberale Kampfblatt „Frankfurter Rundschau.“

Warum sind Tönnies Äußerung das Symptom eines moralischen Verfalls der Unternehmerkultur? Dass in seinen Betrieben schlimmste ausbeuterische Zustände herrschen, dass er aggressive Steuervermeidung betreibt und in betrügerische Cum-Ex-Geschäfte verwickelt sein soll, sind offenbar kein Zeichen moralischen Verfalls. Dazu auch: BILD, SPIEGEL und die verlorene Ehre des Clemens Tönnies.

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