Uns stinkt’s gewaltig

Stauhölle, Klimachaos und Ressourcenschwund: Unsere Mobilität steuert auf ein Katastrophen-Szenario zu. An technischen Lösungen mangelt es nicht – aber sind sie auch Zukunftstauglichkeit?

Die meisten Menschen sind geneigt, der Technik zu vertrauen – vor allem, wenn es das Leben bequemer macht, etwa beim Navigieren. Am Orientierungssinn lässt sich beobachten, wie die Technik uns beeinflusst. Heute finden sich viele ohne „Navi“ kaum noch zurecht. Verändert die Technik unsere eigenen, biologischen Fähigkeiten?

Mit zunehmender Globalisierung, durch günstige Produktionskosten in fernen Ländern, einem wachsenden Konsum und billigen Treibstoffkosten fahren immer mehr und immer größere Schiffe sehr weite Strecken – und verbrauchen immer mehr Schweröl. Keine andere Branche verschmutzt die Atmosphäre so stark wie die Hochseeschifffahrt. Ein ökologisches umdenken ist hier dringend erforderlich! Containerschiffe, Öltanker, Frachter, Kreuzfahrtschiffe laufen mit billigstem, schwerem Dieselöl; dem giftigsten Treibstoff, der überhaupt erhältlich ist. Allein die fünfzehn größten Schiffe der Welt stoßen pro Jahr so viele Schadstoffe aus wie 750 Millionen Autos, errechnete der Naturschutzbund Deutschland in einer Studie. Die Weltflotte von rund 90’000 Schiffen verbrennt etwa 370 Millionen Tonnen Treibstoff pro Jahr und pustet 20 Millionen Tonnen Schwefeloxid in die Luft.

Emissionen durch die Schifffahrt entstehen in erster Linie durch Ausstoß von Treibhausgasen und Schadstoffen in die Luftatmosphäre beim Betrieb von Motor-Schiffen. Schiffsemissionen enthalten verschiedene Arten von Schadstoffen: unter anderem Schwefeloxide (SOx), Stickoxide (NOx), Kohlenstoffdioxid (CO2), Rußpartikel, Feinstaub. Die Konzentration der emittierten Schadstoffemissionen ist abhängig von den verwendeten Treibstoffen, aktuell kommt hauptsächlich Schweröl (HFO) zum Einsatz. Außerdem enthalten Schiffsabgase auch Schwermetalle, Asche und Sedimente.

Weltweit ist die Schifffahrt für den Ausstoß von etwa einer Mrd. Tonnen Kohlendioxid verantwortlich, was 3 % der gesamten vom Menschen verursachten CO2-Emissionen entspricht. Zudem verursacht sie etwa 15 % der globalen Stickoxidemissionen und 13 % der Schwefeldioxidemissionen, Tendenz weiter steigend. Damit einhergehen Umwelt- und Gesundheitsschäden, insbesondere in schwer belasteten Hafenstädten oder Ballungsräumen in der Nähe von Hafengebieten, wo Schiffsemissionen zu den wichtigsten Schadstoffquellen zählen.

Eine Alternative hier im Schifffahrtsbereich wäre die Technik von 1925 – der Der Flettner-Rotor. „Der Flettner-Rotor ist ein altes Konzept, das auch mit modernen Technologien und Materialien funktionieren sollte. Ziel ist ein Produkt, das hilft, den CO2-Ausstoß zu senken und ein globales Umweltproblem zu mindern.“

Säulen statt Segel als Schiffsantrieb

Schiffe gewinnen aus Wind Antrieb. Nicht nur mit großen Segeln – das geht auch mit einer Art rotierender Litfaßsäule an Deck. Den Prototyp stellte Anton Flettner schon 1925 vor. Eine Firma in Finnland testet das System im Einsatz. Ihr zufolge lassen sich damit 10 bis 15 Prozent Schiffsdiesel einsparen.

Die Grünen betreiben ihre Politik bzw. die Forderungen zu Lasten der Mittelschicht und der Ärmeren. Der Ansatz der Umweltschützer ist nicht wirkungsvoll und moralisch verfehlt. Die Grünen haben nicht kapiert, dass Kapitalismus und Ökologie Widersprüche darstellen und wirkliche Klimapolitik nur gegen den Kapitalismus durchsetzbar ist – wozu die Grünen aber gar nicht bereit sind. Ihre CDU Kompatibilität macht sie zum Teil des klimaschädlichen neoliberalen Lagers, welches das Wohl der Konzerne vor dem Wohl der Menschheit und dem Klima-Zustand stellt.

Folglich wird bei grüner Politik nur eine asoziale Klimapolitik auf Kosten der Armen und der Normalbürger herauskommen. die die Top Wirtschaft  weitgehend schützt – da sie ja laut grün-neoliberaler Logik die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft nicht gefährden dürfe.

„Die Grünen werden heute überwiegend von Besserverdienenden Akademikern gewählt. In diesem Milieu gehören häufige Fernreisen zum Lebensstil“, so die Linken-Fraktionschefin gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus.

Dieser Zielgruppe falle es eben „relativ leicht, in Zukunft vielleicht auf den einen oder anderen Flug zu verzichten“.

Sie seien dabei in ganz anderer Situation als Menschen, die sich beispielsweise vielleicht einmal pro Jahr einen Urlaub auf Mallorca leisten könnten.

Genau diese Leute müssten nun fürchten, dass für sie „selbst das nicht mehr erschwinglich ist“, so Wagenknecht.

Auch würden die Grünen ignorieren, dass es in ländlichen Regionen auch gar keine Alternative zum Auto gebe.

„Auf die Leute herabzublicken, die in diesen Regionen leben und ihr Auto brauchen, ist arrogant“, so die Linken-Politikerin weiter.

Mit dieser „verkürzten Klimadebatte“ würden die Grünen dem Umweltschutz sogar schaden. Ein Klimaschutz, „der zu Lasten der Mittelschicht und der Ärmeren geht, statt sich mit den globalen Konzernen anzulegen, ist weder moralisch noch wirkungsvoll“.

Die Klimafrage lässt sich nur zusammen mit der Klassenfrage und der Verwirklichung des Sozialismus  lösen!

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