LOHNRUNDE – Mehr Geld für prekäre Jobs

DGB legt Forderungen für Tarifverhandlungen der Leiharbeitsbranche vor.

Leiharbeiter sollen in Deutschland nach dem Willen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) deutlich besser verdienen als bisher. Der DGB verschickte am Donnerstag in Berlin einen Forderungskatalog an die Unternehmerseite, demzufolge die Leiharbeiter 8,5 Prozent mehr Geld sowie mehr Urlaubstage bekommen sollen – derzeit sind es mindestens 24 Urlaubstage, künftig sollen es mindestens 28 Tage sein. Zudem fordert die Gewerkschaft ein Urlaubs- und Weihnachtsgeld in Höhe eines vollen Monatsgehalts, bisher sind es nur 300 bis 600 Euro. In Deutschland gibt es den Angaben zufolge rund 900.000 Leiharbeiter, die fast alle nach Tarif verdienen. »Um perspektivisch eine eigenständige Alterssicherung der Beschäftigten zu erreichen, muss die Lohnentwicklung in dieser Entgeltgruppe spürbar angehoben werden«, erklärte der DGB-Bundesvorstand am Donnerstag in einer Pressemitteilung. »Die Beschäftigten dürfen im Alter nicht auf Grundsicherung angewiesen sein.«
Der Begriff »Leiharbeit« ist beschönigend, denn tatsächlich werden keine Arbeitskräfte »verliehen«, sondern vermietet: Mietarbeiter, wenngleich sachlich korrekt, wäre wohl inhaltlich zu entlarvend. Die Zeitarbeitsbranche, so schreibt die Bundesagentur für Arbeit, »ist von hoher Dynamik geprägt. Um es mal banal auszudrücken, sind Leiharbeitsfirmen in der Zeitarbeitsbranche nichts anderes wie Zuhälter für den MietarbeiterIn.
 
Für mich steht fest: „Nein zum DGB Tarifvertrag in der Zeitarbeit!“
 
Wichtig ist es, dass sich die Zeitarbeiter selber organisieren, im und auch außerhalb des DGB. Das würde auch den Druck auf den DGB erhöhen.
 
Generell: Die unerträgliche Ausbeutung von Leiharbeitern muss ein Ende haben. Es darf nicht sein, dass Beschäftigte mit zweierlei Maß gemessen werden, je nachdem ob sie zur regulären Belegschaft gehören oder als Leiharbeiter beschäftigt sind. »DIE LINKE hat immer Partei zu Gunsten derer, die ihre Arbeit verkaufen müssen« genommen. »Hartz IV hat den Menschen den sozialen Boden unter den Füßen weggezogen«.
 
Linke Politik darf Elend nicht mit verwalten – sie muss dagegen kämpfen: »Leiharbeit ist moderne Sklaverei und gehört verboten.«

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