Wachstum

Menschen, Tiere, Pflanzen wachsen – sie werden größer, differenzieren sich aus, verändern ihre Gestalt, weil sie leben und sich entwickeln.

Ein Unternehmen, eine Volkswirtschaft, die Wirtschaft wächst auch – sie tut das nur nicht aus den gleichen Notwendigkeiten wie Flora, Fauna, Lebewesen.

Menschen, Tiere, Pflanzen wachsen, werden erwachsen, pflanzen sich fort, werden älter und sterben.

Der Teil des Wachsens, das Ende, nimmt die Ökonomie nicht gerne zur Kenntnis – höchstens, wenn es um „absterbende“ Industrien oder in der Konkurrenz zurückfallende Länder geht.

Bei der Wirtschaft insgesamt soll es das Ende nicht geben – weil die Bedürfnisse der Konsumenten unermesslich und unendlich groß seien.

Ohne Ende ist weder die Erde noch das Leben.

Das Wachsen sollte man deshalb den Menschen, den Tieren und den Pflanzen überlassen und bei Zunahme des bezahlten Aufwandes der Produktion einer Gesellschaft lieber fragen, wem es nützt, wem es schadet und ob wir es zum Leben brauchen. Wie wäre es, würde man den Zuwachs an Produktivität investieren in Arbeitszeitverkürzung, mehr Freizeit und Rückgang des materiellen Ausstoßes – also in weniger Belastung für Mensch, Umwelt und Klima?

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