Die Coronapandemie und die Bayer AG

Die Coronapandemie hat dem Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer AG bisher wenig anhaben können, die Zahlen sind gut, der Profit stimmt noch. Allerdings ist sie geeignet, vom immer noch größten Problem des Konzerns abzulenken: der Klagewelle (52.500 sind mit Stand vom Dienstag bei Gerichten anhängig) in den USA. In deren Folge ist mit Milliardenforderungen nach Schadensersatz wegen des Vertriebs des Unkrautvernichters »Roundup«, dessen Wirkstoff Glyphosat für die Krebserkrankung von Verbrauchern verantwortlich gemacht wird, zu rechnen.

Fehlkauf? Ach wo. Vorstandschef Werner Baumann, verantwortlich für die teure Übernahme des US-Saatgut- und Gentechnikriesen Monsanto – und von dessen juristischen Risiken infolge von Gesundheitsgefährdungen –, nutzte die erste online übertragene Hauptversammlung (HV) der Aktionäre eines Dax-Konzerns, um auch sonst von der finanziellen Zeitbombe abzulenken.

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