Ausbeutung an der Wurzel bekämpfen – Lieferkettengesetz jetzt sofort

Kein T-Shirt, kein Stück Schokolade soll zu Verletzung von Menschenrechten & Umwelt beitragen. Die Ergebnisse der Unternehmensbefragung der Bundesregierung zum NAP zeigen: Freiwilligkeit ist gescheitert, mit dem Lieferkettengesetz müssen wir Unternehmen in die Verantwortung nehmen.

Das Lieferkettengesetz muss dafür sorgen, dass kein Produkt auf den Markt kommt, das zu Menschenrechtsverletzungen, zu Zerstörung von Ökosystemen, Verschmutzung von Luft und Wasser sowie der Ressourcenausbeutung beiträgt! Viele Unternehmen sehen sich gezwungen, zwischen Wettbewerbsfähigkeit & sozial-ökologischer Unternehmensführung zu entscheiden. Wenn wir nicht wollen, dass unsere Wirtschaftsform sich selbst und unsere Lebensgrundlagen zerstört, brauchen wir ein Lieferkettengesetz. Nur so kommen wir einer Globalisierung näher, die wirklich für alle funktioniert. Ein geschlechtergerechtes Lieferkettengesetz ist notwendig, denn in globalen Wertschöpfungsketten sind Frauen vielfach benachteiligt und größeren Risiken ausgesetzt als Männer.
Nach Verinnerlichung dieser aufschlussreichen Doku, dieses ungeschönt realistischen Artikels und dieser freilich handzahmen aber deutungsvollen tagesschau-Meldung kommt man kaum umhin anzunehmen, dass der Kapitalismus, obwohl er doch angeblich überall und in all seinen Facetten für alle Lebensformen in jeder Lebenslage das beste Vehikel zum Erfolg sei, sogar in seiner radikalen, weltumgreifenden, energiebedürftigen Ausprägung am Tagesende dann aber für offenbar niemanden einen lebenswerten Gewinn darstellt: die Reichen, die Kunden, die Arbeitskräfte, die Investoren, die Rendite etc. alle jammern wie schlecht es ihnen in diesem Wirtschaftssystem ergeht, was sie dafür alles entbehren müssen und insgeheim verschwinden sie mit “ihrem” Kopfkissen bei der nächsten Gelegenheit dahin, wo die Bedingungen für sie besser sind. Aber wohin eigentlich? Letterbox Island? Warum lässt man denn Unternehmen, die in betriebswirtschaftlicher Sicht auf gröbst mangelhaften Geschäftskonzepten aufbauen indem sie offenbar nur dann überlebensfähig sind, wenn die Lohnkosten 50€/Woche nicht übersteigen und die Menschenrechte für jene, die die Arbeit verrichten, ausgeklammert werden, überhaupt am Markt zu bzw. auf die Menschen los? Mit welcher Berechtigung steht die Existenz einer solchen Firma über der Existenz eines Menschen?

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