Ein nachhaltiges und wichtiges Thema zum Klimaschutz

Steigende Energiepreise, schwindende Ressourcen, Belastungen für das Klima und die Umwelt. Pioniere der Photovoltaik waren in Deutschland die Privathaushalte. In den Jahren 2001 bis 2004 gingen zahlreiche Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von weniger als fünf Kilowatt ans Netz. Die Förderung von Solaranlagen läuft Ende des Jahres aus. Es ist zu befürchten, dass tausende Photovoltaik-Anlagen vom Netz gehen – eine Katastrophe für den Ökostrom.

Im Jahr 2000 ist das EEG in Kraft getreten und hat einen Boom der Photovoltaik ausgelöst. Ein kleiner Hausbesitzer hat z.B. insgesamt in den letzten 20 Förderungsjahren 9.500 Tsd. €uro an Vergütung der Einspeisung eingenommen und gekostet hat die Anlage 5 Tsd. €uro. Letztendlich wurde daraus ein Profit von 4500 €uro erwirtschaftet. Dieses Beispiel ist eine von bundesweit  18 Tausend Solaranlagen, deren Förderung dieses Jahr endet. Zwanzig Jahre lang waren die Beihilfen für sie garantiert. Mit 50,6 Ct/KWh pro Kilowattstunde am Anfang sank die Förderung bis heute auf 8,9 Ct/KWh. Anlagenbetreiber der ersten Stunde müssen jetzt überlegen, was sie mit ihrem Strom machen. Bislang haben sie ihn komplett abgegeben. Für die Photovoltaikanlagen der ersten Generation endet in den nächsten Jahren die Förderdauer von 20 Jahren. Nach dem Ablauf der Einspeisevergütung müssen sich die Anlagenbetreiber zwischen einer Direktvermarktung und dem Eigenverbrauch des Stroms entscheiden.

Eine Möglichkeit, so Energieberater, die Anlage umrüsten für den Eigenverbrauch. Bis her hatten wir die Volleinspeisung, das heißt, der gesamte Strom wird hinter dem Stromzähler ins Netz eingespeist und jetzt wird das vor dem Stromzähler passieren, damit der Strom im eigenen Hausnetz genutzt werden kann. Soweit die Technik.

Eine rechtliche Regelung für den Weiterbetrieb aus geförderten Anlagen fehlt. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht vor, dass Menschen die ihre eigene Sonnenenergie nutzen, eine anteilige EEG-Umlage zahlen und teure Messtechnik installieren sollen. Somit droht die Stilllegung von tausenden alten aber noch funktionsfähigen Solarstromanlagen der ersten Generation. Es geht ja nicht darum, dass die eine Anschlussforderung bekommen, aber es kann doch nicht sein, das derartige Marktbarrieren in den Weg gelegt werden, dass sich das Ganze für sie nicht mehr rechnet. Für mich ehrlich gesagt, ist das kaum zu glauben.

Fakt ist für mich, es rechnet sich dann nicht mehr. Es hat zwanzig Jahre lang eine Förderung für diese Anlagen gegeben, das ist ok und ausgelaufen. Und jetzt würde es darum gehen, der Strom, der munter weiter vom Dach kommt, den irgendwie zu vermarkten.  Genau das ist es, dafür gibt es keine Anschluss Regelung, es ist extrem kompliziert und da wird sich so mancher überlegen, das war es dann, dann lieber garkeinen Strom mehr. Und das ist erst der Anfang, denn jedes folgende Jahr fallen weitere Anlagen aus der Förderung, welches eine sehr große negative Bedeutung für die Erzeugung von Ökostrom hat. Das geht ja munter so weiter. Jedes Jahr sind ja neue Anlagen dazu gekommen. Wenn man jetzt den schlechtesten Fall annimmt, dass es keine Anschluss Regelung mehr gibt, dann werden bis Ende der zwanziger Jahre 470 Tsd. Solaranlagen außer Betrieb gehen. Das ist ein Volumen von 26 Milliarden Kilowattstunden Strom. Das betrifft ca. 10 Millionen Durchschnittshaushalte – so viel Strom würde einfach verloren gehen und das ist natürlich für das Ziel, Energiewende 100 Prozent Ökostrom ein fatales Ergebnis. Aber es könnte sich noch ändern, denn das EEG (Erneuerbare Energie Gesetz) wird ja gerade im Bundestag diskutiert.

Bei den Altanlagen wurde der Strom ja vollständig ins Netz eingespeist, wenn jetzt keine Förderung mehr kommt, dann ist Eigenbedarf die Alternative. Das ist klar, so denkt jeder über seine Solarstromanlage, nur das EEG (Erneuerbare Energie Gesetz) hat da so ein paar Fallen aufgebaut. Also, wenn man den Strom selber nutzt, dann wird verrückterweise  die sogenannte EEG-Umlage fällig, die ist auf dem Strompreis drauf, um einfach die Energiewende mitzufinanzieren. Und die gilt auch für die alten Anlagen, auch für den eigenen Strom vom Dach. 40 Prozent, das sind ungefähr 2,5 Ct/KWh. Wenn man dann noch die Betriebskosten der Anlage und Investitionen hinzurechnet, die man machen muss um  z.B. ein Batteriespeicher kaufen – damit man auch nachts den Strom nutzen kann, dann ist es so, dass es sich in den allermeisten Fällen wirtschaftlich nicht mehr rechnet. Es könnte aber dann das örtliche Stadtwerk kommen, die wollen die Bürgerstromanlagen am Netz halten. Die kommen dann und sagen, wir bieten dir den aktuellen Börsenstrompreis. Strom wird ja an der aktuellen großen Strombörse in Leipzig für Großabnehmer gehandelt. Das ist ungefähr ein Preis für 3 Ct/KWh, den würde man dann bekommen. Es ist auch hier wieder eine Rechnerei, ob es sich lohnt. Das Umweltbundesamt hat mal ausgerechnet, 4-5 Cent sind allein die Betriebskosten für eine Anlage. Ob das dann wirklich noch lohnend ist, weiß ich nicht. Es muss einfach so sein, das diese EEG-Umlage für den eigenen Strom verschwinden muss. Und auch andere Marktbarrieren, also der Einbau von neuartige intelligente Stromzählern, sogenannte Smart Meter ist für diese geringe Menge Strom einfach überflüssig. Also Kosten müssen runter, damit sich das Nutzen des Eigenstroms besser rechnet. Man kann sich das Leben gegenseitig echt schwer machen, oder?

Lohnt es sich eigentlich heute noch eine neue Solaranlage zu installieren?

Das ist einfach eine völlige andere Lage, denn das EEG ist mehrfach novelliert worden. 2014 gab es so eine Änderung und die sagt, die Anlagen ab diesem Baujahr, die eben keine EEG-Umlage zahlen müssen, wenn der Strom selber verwendet wird und  wenn die Anlage nicht mehr liefert als 10 KW pro Jahr. Und wenn das gegeben ist, dann kann man den Strom selber nutzen und man bekommt derzeit eine Vergütung, wenn man parallel einspeist, von 8,3 Ct/KWh. Jedoch das ändert sich dauernd, das sinkt immer weiter ab, so ist es im Gesetz vorgesehen. Dazu muss man allerdings schauen, wo steht mein Haus, wo habe ich das Dach, wieviel Sonnenstunden im Jahr habe ich, was kann also eine durchschnittliche Ausbeute an Solarstrom sein. Und dann schaue ich noch in diversen Förderungen die es noch gibt. Vielleicht machen die Stadtwerke so etwas. Dann gibt es bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Förderkredite und Programme. Also, ihr merkt schon, man muss sich sehr gut informieren, um nachher unter dem Strich sagen zu können, ja es lohnt sich für mich, das will ich gerne machen und alle, die möglicherweise überlegen ein Elektroauto zu kaufen.

Das ist natürlich ein Megafaktor, wenn ich ein Elektroauto mit dem eigenen Strom betanken kann. Das rechnet sich, weil ich ja dann schon mal den Strom nicht mehr bezahlen muss den ich sonst aus dem Netz ziehen würde, um die Batterie des Autos aufzuladen. Viele Faktoren spielen da eine Rolle und gut rechnen ist da einfach angesagt.

Der Bundesrat befasste sich am 18. Dezember 2015 mit dem Entwurf eines „Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende“. Dies sieht den Pflichteinbau intelligenter Mess-Systeme für alle Haushalte mit einem Jahresverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden pro Jahr vor. Bei allen anderen Haushalten soll dies im Ermessen des Versorgers beziehungsweise des Vermieters liegen. Deutschland muss nach EU-Vorgaben den Einbau digitaler Messsysteme vorantreiben. Nach Ansicht der Kritiker bringen Smart Meter für die Mehrzahl der Stromverbraucher mehr Kosten als Nutzen. Besonders wichtig seien in dem Zusammenhang der Datenschutz und die Datensicherheit: Anhand der gesammelten Daten könne man nicht nur erkennen, wie viele und welche Geräte eingeschaltet seien, teilte die VZSH mit. „Sie geben auch Aufschluss darüber, wann die Familie aufsteht, ins Bett geht oder gar nicht zu Hause ist.“

Nach der Verabschiedung des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW) wird der Einbau von digitalen Stromzählern Pflicht. Ab Herbst 2017 beginnt der Austausch der alten Drehstromzähler.

Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende regelt den Einbau und den Betrieb der modernen Messeinrichtungen und der intelligenten Messsysteme. Bis 2032 sollen digitale Stromzähler flächendeckend bei allen Verbrauchern eingebaut werden. Außerdem legt das Gesetz fest, welcher Kunden, welchen Zähler bekommt – zur Wahl stehen entweder moderne Messeinrichtungen oder intelligente Messsysteme. Des Weiteren gewährleistet das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende die technischen Mindestanforderungen an den Datenschutz und die Datensicherheit.

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