Widerstand im Dannenröder Wald

Und wer ist bei den Protesten nicht mit dabei, die grüne Partei.

Ich finde es traurig, dass die CDU-Grüne-Landesregierung die Zerstörung des Waldes mit aller Gewalt durchgezogen hat. Die Grünen geben sich als ökologische Partei, haben aber offenbar keinen Plan, wie dies in Realität umzusetzen ist. Statt dessen lassen sie Klimaaktivistinnen und -aktivisten mit brutaler Polizeigewalt räumen. Sie sind nicht besser als andere Parteien und brechen ihre Versprechen.

Bündnis 90/DIE GRÜNEN muss wie jede andere Partei zur Verantwortung gezogen werden. die kein Interesse zeigt, die Klimakrise einzudämmen – egal, ob sie an der Regierung ist oder nicht. Es muss weiterhin an die Orte der Naturzerstörung gegangen werden und es ist dieser Politik immer Widerstand entgegenzusetzen.
Denn “der Planet ist kaputt”, erklärte UN-Generalsekretär Antonio Guterres in einer aufrüttelnden Rede an der Columbia University am 2. Dezember: “Die Menschheit führt Krieg gegen die Natur. Das ist selbstmörderisch. Die Natur schlägt immer zurück – und sie tut es bereits mit wachsender Kraft und Wut.”
Dieser Krieg gegen die Natur betrifft nicht nur das Klima, sondern auch die Verschmutzung von Meeren, Luft und Wasser sowie die Vernichtung von ursprünglicher Natur und damit einhergehend die Entstehung und Ausbreitung neuer Krankheiten.

Später setzte die Polizei trotz Minusgraden und Neuschnee einen Wasserwerfer ein. Durch den harten Wasserstrahl, Pfefferspray und Schläge seien mehrere Protestierende verletzt worden, hieß es von »Ende Gelände«. Bilder, die über den Kurzbotschaftendienst Twitter verbreitet wurden, zeigten Demonstrierende mit blutigen Gesichtern sowie Sanitäter, die Menschen mit durch den Einsatz von Tränengas verletzten Augen behandelten. Ein Sprecher der Polizei sagte dem Hessischen Rundfunk, Beamte seien mit Schneebällen beworfen und beleidigt worden. Um dies zu unterbinden, sei der Wasserwerfer eingesetzt worden.

Die Grünen und Direkte Demokratie
»Wir werden es schon richten, lasst uns mal machen« – das ist das Signal, das von den Grünen ausgeht. Dabei hatten sie sich als Bewegungspartei verstanden. Bündnis 90/Die Grünen haben auf ihrem Bundesparteitag am 22. November die Forderung nach bundesweiten Volksentscheiden aus dem Grundsatzprogramm gestrichen.
Erinnern wir uns: Spätestens seitdem der ehemalige Obergrüne Joschka Fischer, durch eine Menschenrechtslüge getarnt, an der Bombardierung Jugoslawiens führend beteiligt war, sollte der Friedenslack der grünen Partei eigentlich ab sein. Aber die vermeintliche Alternativpartei lernte die Regeln des üblichen Parlamentsbetriebs schnell: Bei Kriegseinsätzen wie dem in Afghanistan reichte häufig ein halbes Nein oder eine stumme Enthaltung zur Wahrung des Scheins.
Eine Art blinder Gläubigkeit an das Umweltbewusstsein grüner Mandatsträger prägt das Wahlverhalten ökologisch orientierter Wähler. Der Verrat der Grünen an ihrer pazifistischen Herkunft mag sich herumgesprochen haben – dass auch ihre ökologischen Wurzeln längst angefault sind, hat der Widerstand im Dannenröder Wald auf das brutalste gezeigt.

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