Buchrezension von Jutta Ditfurth über Wagenknechts neues Buch

Sahra Ottoknecht gönnt sich jetzt auch die klassische Unterscheidung vom raffenden und schaffenden Kapital. Diese Denken ist charakteristisch für völkische Kritik am Kapitalismus – und falsch. Der Kapitalismus als solcher basiert auf ausbeutenden Strukturen und jedes Unternehmen wirtschaftet nach diesen Logiken. Gutes und schlechtes Unternehmertum ist eine Unterscheidung, welche die grundlegende Ausbeutung verschleiert und impliziert, es können einen guten Kapitalismus geben, welcher nicht ausbeutet.
Regressive Linke verfallen leider auch in dieses falsche Verständnis der Verhältnisse. Diesem Verständnis gilt es mit aller Entschiedenheit entgegenzutreten, da es zu völlig falschen Lösungsansätzen führt und anschlussfähig an das Denken der völkischen Rechten ist.
Vielleicht weiß sie nicht, dass es auch im Westen der Staat war, der nach dem Krieg über die Deutsche Post die ganze Infrastruktur Strom, Ekektrizit, Telefon, Wasser aufgebaut hat. Erst als es ans Geld verdienen ging und keine großen Investitionen mehr nötig waren, wurde privatisiert, mit der Ausrede, „eine Auflage von Brüssel zu sein.“

 

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