Nahles verkauft den Wahlbürger für dumm

Frau Nahles (SPD / Wahlkreis 199) –  Auf den Vorwurf von Alexander Dobrindt (CSU) in der Berliner Runde zur Wahl in Schleswig-Holstein, „dass die SPD Wähler verloren hat“, antwortete Andrea Nahles mit ihrem typisch arrogantem und aufgesetztem Lächeln: „Sie haben schon registriert, das wir 5% gewonnen haben, näh?“.

Nichts hat sie gewonnen, sondern knapp 4000 Stimmen verloren. Hatte die SPD in 2009 noch 407.643 Stimmen, so waren es diesmal nur noch 403.783 Stimmen. Auch hier hat der hohe Anteil politikverdrossener Nichtwähler der CDU und SPD Gelegenheit gegeben, sich trotz Stimmenverlust schönzurechnen. Beide Parteien hätten, gemessen an der Wahlbeteiligung gerade einmal 18% der Stimmen, statt schön gerechneter 30%.

Nichtwähler verhelfen FDP zum Einzug in den Landtag.
So paradox können Wahlen und Zahlen sein. Die FDP triumphiert nach der Wahl in Schleswig-Holstein und verkündet mit stolz geschwellter Brust „das zweitbeste Wahlergebnis der Geschichte“ und verweist dabei auf die prozentuale Auswertung des Wahlergebnisses.

Die wahren Zahlen sehen anders aus. Von 2.240.148 Wahlberechtigten haben 108.902 Wähler die FDP gewählt. Das sind 4,86% und der Einzug ins Parlament wäre damit eigentlich glatt verfehlt. Aber wieder einmal hat es sich gezeigt, dass man mit Politikverdruss Wahlen gewinnen kann. Setzt man die mickrigen 108.902 Stimmen (in 2009 waren es noch 239.338) ins Verhältnis zur erschreckend geringen Wahlbeteiligung von 60,1%, werden aus 4,86% wahrem Stimmanteil dann 8,2% Scheinanteil.

Bei der Landtagswahl in Schleswig Holstein wählten…

  • 39,9 Prozent aller Wahlberechtigten niemanden
  • 18,2 Prozent aller Wahlberechtigten die CDU.
  • 18,0 Prozent aller Wahlberechtigten die SPD.
  • 7,8 Prozent aller Wahlberechtigten die Grünen.
  • 4,9 Prozent aller Wahlberechtigten die FDP
  • 4,9 Prozent aller Wahlberechtigten die Piraten.
  • 2,7 Prozent aller Wahlberechtigten die SSW.
  • 1,3 Prozent aller Wahlberechtigten die Linke.
  • 1,2 Prozent aller Wahlberechtigten ungültig.

Die als möglich erachtete Koalition aus SPD, Grünen und SSW hätte somit einen Rückhalt von 28,5 Prozent. Sie stützte sich damit auf etwas mehr als ein Viertel aller Wahlberechtigen. Selbst eine denkbare Große Koalition deckte mit 36,2 Prozent nur etwas mehr als ein Drittel ab und hätte weniger Wahlberechtigte hinter sich stehen, als die Partei der Nichtwähler.